Analfissur (After-Riß)

Es handelt sich um einen länglichen geschwürartigen Einriß der hochempfindlichen Afterhaut (Anoderm). Er verursacht stark brennende Schmerzen bei und nach der Stuhlentleerung, die über Stunden anhalten können. Oft findet sich hellrotes Blut am Toilettenpapier oder am Stuhlgang. Durch die Schmerzen kommt es zu einer Verkrampfung der Schließmuskulatur, dadurch zu einer Drosselung der Durchblutung und somit zu einer verschlechterten Abheilung. Ist der Afterriß frisch (akute Analfissur), kann durch eine Drucksenkung im Schließmuskelapparat z.B. durch Salben die Durchblutung verbessert und somit ein abheilen erreicht werden.

Heilt der Riß nicht aus und kommt es zur Ausbildung einer chronischen Fissur mit vernarbtem Randwall und Wundgrund  sowie typischen Hautveränderungen (Vorpostenfalte, hypertrophe Analpapille), besteht die Gefahr einer Fistelbildung mit Schädigung des Schließmuskels. Eine chronische Analfissur muß deshalb operiert werden. In Vollnarkose wird das entzündlich-narbig veränderte Gewebe ausgeschnitten. Die resultierende frische Wunde heilt in der Regel gut ab, wobei die Wundheilung manchmal recht lange andauern kann. Unterstützend können als natürliche Quellmittel Flohsamenschalen eingenommen werden.