Feigwarzen (Condylome)

Feigwarzen (Condylome) sind in der Regel kleine, stecknadelkopfgroße bis mehrere Zentimeter große, gutartige Gewebswucherungen mit rötlicher, graubräunlicher oder weißlicher Farbe. Sie treten an den Geschlechtsteilen, am After und im Enddarm meistens in Vielzahl auf, neigen zur Beetbildung und können gelegentlich zu großen rosenkohl-ähnlichen Gebilden heranwachsen.

Feigwarzen sind Folge einer Virusinfektion. Typische Symptome sind Juckreiz und Blutspuren am Toilettenpapier sowie ein allgemeines Fremdkörpergefühl. Feigwarzen können durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, aber auch andere Infektionswege wie gemeinsames Baden, gemeinschaftliche Nutzung von Handtüchern oder Saunabesuch sind möglich. Dringend erforderlich ist während der Behandlung eine Mituntersuchung des Partners sowie geschützter Geschlechtsverkehr (Kondom verwenden).

In den meisten Fällen werden die Feigwarzen operativ (in Vollnarkose) entfernt. Vereinzelte Condylome können in Lokalanästhesie abgetragen werden. Bei geringer Ausprägung können auch Salben eingesetzt werden. Häufig kommt es trotz vollständiger Entfernung zur erneuten Ausbildung der Warzen. Nur durch regelmäßige Untersuchungen lassen sich Neubildungen rechtzeitig erkennen und behandeln.