Darmkrebs

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Ländern. Jährlich erkranken in Deutschland rund 70.000 Menschen an Darmkrebs und ca. 30.000 Menschen sterben daran.
Darmkrebs entsteht aus Dickdarmpolypen, die zunächst völlig gutartig sind. Nach vier bis zehn Jahren entarten einige Polypen und werden bösartig. Erst wenn ein Tumor gewachsen ist oder auch andere Organe befallen wurden, treten Beschwerden auf. Erste Anzeichen können leicht mit anderen, harmlosen Beschwerden verwechselt werden. Da die Heilungschancen entscheidend davon abhängen, dass ein bösartiger Tumor so früh wie möglich entdeckt wird, sind Vorsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs ganz besonders wichtig. Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, wie etwa häufige Verstopfung, Krämpfe oder wiederkehrender Durchfall, sollten immer durch einen Arzt abgeklärt werden.

Darmtumoren wachsen langsam. Sie können, bis sie endlich Symptome verursachen, bereits Jahre unbemerkt gewachsen sein. Mit einer Vorsorgeuntersuchung hätte der Darmpolyp entdeckt und entfernt werden können, noch bevor er zu bösartigem Krebs entartete.

Im Unterschied zu vielen anderen Krebserkrankungen gibt es bei Darmkrebs die einmalige Chance, die Krankheit durch Vorsorgemaßnahmen komplett zu verhindern oder sie in einem so frühen Stadium zu entdecken, dass sie geheilt werden kann. Ein früh entdeckter Darmkrebs, der sich noch nicht auf andere Organe ausgebreitet hat, ist heute zu 90 bis 100 Prozent heilbar.