{"id":306,"date":"2021-06-22T23:53:46","date_gmt":"2021-06-22T21:53:46","guid":{"rendered":"http:\/\/enddarmzentrum-bietigheim.de\/?page_id=306"},"modified":"2021-06-22T23:53:46","modified_gmt":"2021-06-22T21:53:46","slug":"erkrankungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/enddarmzentrum-bietigheim.de\/?page_id=306","title":{"rendered":"Erkrankungen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"is-layout-flex wp-block-buttons\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-64\">Analabsze\u00df und Analfistel<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-70\">Analekzem<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-62\">Analfissur (After-Ri\u00df)<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-60\">Analvenenthrombose<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-78\">Darmkrebs<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-74\">Darmpolypen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-80\">Divertikel<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-72\">Feigwarzen (Condylome)<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-56\">H\u00e4morrhoiden<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-68\">Marisken<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\" href=\"#post-66\">Stei\u00dfbeinfistel (Sinus pilonidalis)<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:155px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 id=\"post-64\">Analabsze\u00df und Analfistel<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Absze\u00df ist eine eingekapselte, eitrige Entz\u00fcndung. Meist beginnt sie in den Afterdr\u00fcsen des Analkanals und f\u00fchrt zu einer schmerzhaften Schwellung am Afterrand. Ein Absze\u00df mu\u00df umgehend operativ er\u00f6ffnet werden, damit der Eiter abflie\u00dfen kann. Zugsalben sowie Antibiotika als alleinige Therapie sind nicht ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<p>Einem Analabsze\u00df liegt h\u00e4ufig eine Analfistel zugrunde. Es handelt sich hierbei um einen feinen Verbindungsgang zwischen dem Analkanal und der \u00e4u\u00dferen Haut.&nbsp; Je nach Verlauf der Fistel werden von ihr mehr oder weniger Schlie\u00dfmuskelanteile durchlaufen. Wird eine Analfistel nicht gefunden bzw. nicht fachgerecht beseitigt, kann ein Absze\u00df jederzeit wieder auftreten und damit zu weiteren Schlie\u00dfmuskelsch\u00e4den f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-70\">Analekzem<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Analekzem ist eine juckende entz\u00fcndliche Hautver\u00e4nderung des Afters und seiner umgebenden Haut. Es ist eines der h\u00e4ufigsten Erkrankungen in der Proktologie. Das Ekzem ist meist keine selbst\u00e4ndige Erkrankung, sondern oft Folge einer Enddarmerkrankung wie H\u00e4morrhoidalleiden, Fisteln, Feigwarzen oder einer Fissur.&nbsp; Durch die proktologische Untersuchung bei einem Spezialisten m\u00fcssen Hauterkrankungen im Afterbereich ausgeschlossen werden, die zun\u00e4chst wie ein Ekzem aussehen. Hierzu geh\u00f6ren z.B. die Neurodermitis, die Schuppenflechte (Psoriasis), ein Pilzbefall der Haut oder bestimmte Viruserkrankungen (Feigwarzen, Herpes etc.).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Therapie richtet sich immer nach der Ursache der Erkrankung. Nur durch die Beseitigung der Ursache ist eine dauerhafte Beschwerdefreiheit zu erreichen. In jedem Fall empfiehlt sich eine schonende und nicht zu \u00fcbertriebene Analhygiene. Der After sollte nach dem Stuhlgang mit klarem Wasser gereinigt werden. Wenn hierzu keine M\u00f6glichkeit besteht sollte nur weiches Toilettenpapier verwendet werden, das evtl. mit Wasser etwas angefeuchtet werden kann. Auf&nbsp; Seife und andere Reinigungsmittel sollte generell am After verzichtet werden. Herk\u00f6mmliche Feuchtt\u00fccher, egal welcher Art, sollten unbedingt vermieden werden, da sie Stoffe enthalten k\u00f6nnen, die Allergien ausl\u00f6sen und dadurch das Ekzem unterhalten. Auch die handels\u00fcblichen H\u00e4morrhoidalsalben sollten vermieden werden, sie enthalten meist lokale Bet\u00e4ubungsmittel, die wiederum Unvertr\u00e4glichkeiten ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-62\">Analfissur (After-Ri\u00df)<\/h2>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um einen l\u00e4nglichen geschw\u00fcrartigen Einri\u00df der hochempfindlichen Afterhaut (Anoderm). Er verursacht stark brennende Schmerzen bei und nach der Stuhlentleerung, die \u00fcber Stunden anhalten k\u00f6nnen. Oft findet sich hellrotes Blut am Toilettenpapier oder am Stuhlgang. Durch die Schmerzen kommt es zu einer Verkrampfung der Schlie\u00dfmuskulatur, dadurch zu einer Drosselung der Durchblutung und somit zu einer verschlechterten Abheilung. Ist der Afterri\u00df frisch (akute Analfissur), kann durch eine Drucksenkung im Schlie\u00dfmuskelapparat z.B. durch Salben die Durchblutung verbessert und somit ein abheilen erreicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Heilt der Ri\u00df nicht aus und kommt es zur Ausbildung einer chronischen Fissur mit vernarbtem Randwall und Wundgrund&nbsp; sowie typischen Hautver\u00e4nderungen (Vorpostenfalte, hypertrophe Analpapille), besteht die Gefahr einer Fistelbildung mit Sch\u00e4digung des Schlie\u00dfmuskels. Eine chronische Analfissur mu\u00df deshalb operiert werden. In Vollnarkose wird das entz\u00fcndlich-narbig ver\u00e4nderte Gewebe ausgeschnitten. Die resultierende frische Wunde heilt in der Regel gut ab, wobei die Wundheilung manchmal recht lange andauern kann. Unterst\u00fctzend k\u00f6nnen als nat\u00fcrliche Quellmittel Flohsamenschalen eingenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-60\">Analvenenthrombose<\/h2>\n\n\n\n<p>Analvenenthrombosen sind innerhalb von Minuten bis Stunden auftretende schmerzhafte Knoten am Afterrand. Sie entstehen durch ein Blutgerinsel in einer Vene am After. Sie k\u00f6nnen unterschiedlich gro\u00df sein, sind meist bl\u00e4ulich-rot schimmernd und derb. Als Ursache gelten k\u00f6rperliche Anstrengung wie schweres Heben oder Pressen, Sport, Drucksteigerungen im Bauch durch Husten oder Niesen, starkes Pressen auf der Toilette bei Verstopfung, aber auch h\u00e4ufige Stuhlentleerung wie bei Durchfall. Das Vorhandensein vergr\u00f6\u00dferter H\u00e4morrhoiden kann ebenfalls eine Ursache darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur bei kleinen oder \u00e4lteren Thrombosen mit geringen Beschwerden ist keine Behandlung notwendig, ggf. k\u00f6nnen Salben und Z\u00e4pfchen helfen. Bei stark schmerzhaften Thrombosen kann durch einen kleinen Eingriff in \u00f6rtlicher Bet\u00e4ubung der Knoten entfernt und damit f\u00fcr eine schnelle Linderung gesorgt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-78\">Darmkrebs<\/h2>\n\n\n\n<p>Darmkrebs ist eine der h\u00e4ufigsten Krebserkrankungen in den westlichen L\u00e4ndern. J\u00e4hrlich erkranken in Deutschland rund 70.000 Menschen an Darmkrebs und ca. 30.000 Menschen sterben daran.<br>Darmkrebs entsteht aus Dickdarmpolypen, die zun\u00e4chst v\u00f6llig gutartig sind. Nach vier bis zehn Jahren entarten einige Polypen und werden b\u00f6sartig. Erst wenn ein Tumor gewachsen ist oder auch andere Organe befallen wurden, treten Beschwerden auf. Erste Anzeichen k\u00f6nnen leicht mit anderen, harmlosen Beschwerden verwechselt werden. Da die Heilungschancen entscheidend davon abh\u00e4ngen, dass ein b\u00f6sartiger Tumor so fr\u00fch wie m\u00f6glich entdeckt wird, sind Vorsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs ganz besonders wichtig. Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, wie etwa h\u00e4ufige Verstopfung, Kr\u00e4mpfe oder wiederkehrender Durchfall, sollten immer durch einen Arzt abgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Darmtumoren wachsen langsam. Sie k\u00f6nnen, bis sie endlich Symptome verursachen, bereits Jahre unbemerkt gewachsen sein. Mit einer Vorsorgeuntersuchung h\u00e4tte der Darmpolyp entdeckt und entfernt werden k\u00f6nnen, noch bevor er zu b\u00f6sartigem Krebs entartete.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Unterschied zu vielen anderen Krebserkrankungen gibt es bei Darmkrebs die einmalige Chance, die Krankheit durch Vorsorgema\u00dfnahmen komplett zu verhindern oder sie in einem so fr\u00fchen Stadium zu entdecken, dass sie geheilt werden kann. Ein fr\u00fch entdeckter Darmkrebs, der sich noch nicht auf andere Organe ausgebreitet hat, ist heute zu 90 bis 100 Prozent heilbar.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-74\">Darmpolypen<\/h2>\n\n\n\n<p>Darmpolypen sind gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut. Sie bilden sich an der Darmwand und ragen ins Darminnere hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>In fast allen F\u00e4llen handelt es sich bei Darmpolypen um so genannte Adenome. Diese Wucherungen sind an sich noch gutartig. W\u00e4hrend sie wachsen, k\u00f6nnen sie sich jedoch zu Darmkrebs entwickeln. Je gr\u00f6\u00dfer sie werden, desto mehr nimmt die Gefahr der Zellentartung zu: Wenn ihre Gr\u00f6\u00dfe einen Zentimeter betr\u00e4gt, ist das Risiko, dass bereits Krebszellen vorliegen, rund ein Prozent; bei einer Polypengr\u00f6\u00dfe von vier Zentimeter schon etwa 20 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungef\u00e4hr zehn Prozent der Bev\u00f6lkerung haben Polypen im Darm. Dabei spielen genetische Faktoren eine Rolle: Es gibt erbliche Veranlagungen f\u00fcr Darmpolypen, die Betroffenen haben dann auch ein erh\u00f6htes, famili\u00e4res Darmkrebsrisiko. Auch mit zunehmenden Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, einen Darmpolypen zu haben. Jeder f\u00fcnfte, der \u00fcber 60 Jahre alt ist, hat Polypen im Darm. Die westliche Lebens- und Ern\u00e4hrungsweise mit fett- und zuckerreiche Kost, mit Alkohol und Rauchen scheint dabei die Entstehung von Darmpolypen zu beg\u00fcnstigen. Untersuchungen haben gezeigt, dass in Westeuropa und Nordamerika im Vergleich zu anderen Teilen der Welt mehr Menschen von Darmpolypen betroffen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Polypen lassen sich bereits w\u00e4hrend derselben Darmspiegelung entfernen, bei der man sie entdeckt, \u2013 eine erneute, zweite Darmspiegelung ist dazu in der Regel nicht n\u00f6tig. Die Polypentfernung ist absolut schmerzfrei, die Darmschleimhaut enth\u00e4lt keine Schmerzrezeptoren. Ein Instrument mit einer feinen Schlinge wird \u00fcber den Arbeitskanal des Endoskopes ins Darminnere vorgeschoben. Diese Schlinge besteht aus d\u00fcnnem Draht, sie wird um den Polypenstiel gelegt und dann zugezogen. F\u00fcr einen Moment wird dabei ein Hochfrequenz-Strom durch die Drahtschlinge geleitet, wodurch aufgrund der Hitzeeinwirkung der Polyp abgeschnitten wird. Gleichzeitig verschlie\u00dft die Hitze auch die durchtrennten Blutgef\u00e4\u00dfe, so dass es nicht zu einer Blutung kommen kann.<br>Der abgeschnittene Polyp wird zusammen mit dem Endoskop aus dem Darm herausgezogen. Er muss zur feingeweblichen (histologischen) Untersuchung ins Labor geschickt werden. Dort wird man feststellen, ob bereits Krebszellen im Polypen vorhanden waren und ob der Polyp vollst\u00e4ndig entfernt wurde.<\/p>\n\n\n\n<h4>Nachsorge bei Darmpolypen<\/h4>\n\n\n\n<p>Ein Patient, bei dem bereits ein Darmpolyp festgestellt wurde, hat eine h\u00f6here Neigung, erneut Polypen zu bilden. Deshalb sind nach der Behandlung regelm\u00e4\u00dfige Kontrollen empfohlen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Nach der Entfernung eines Polypen, bei dem die anschlie\u00dfende histologische Untersuchung Krebszellen gezeigt hat, muss bereits nach 6 Monaten eine Kontroll-Darmspiegelung erfolgen, um ein erneute, verd\u00e4chtige Ver\u00e4nderungen im Darm schnell zu erkennen und entsprechend behandeln zu k\u00f6nnen. Bei unauff\u00e4lliger Kontrolle werden die Abst\u00e4nde zur n\u00e4chsten Darmspiegelung gr\u00f6\u00dfer. Mehr dazu lesen Sie im Kapitel zur Nachsorge bei Dickdarmkrebs.<\/li><li>Nach der Entfernung von Polypen ohne b\u00f6sartige Zellen soll die Kontroll-Darmspiegelung nach drei Jahren erfolgen. F\u00e4llt die Untersuchung negativ aus, sind weitere Kontrollen alle f\u00fcnf Jahre empfohlen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 id=\"post-80\">Divertikel<\/h2>\n\n\n\n<p>Unter einem Divertikel versteht man eine kleine Ausst\u00fclpung der Darmwand, die sowohl im Dick- als auch im D\u00fcnndarm vorkommen kann. Am h\u00e4ufigsten findet man Divertikel im sogenannten Sigma, einem Abschnitt des Dickdarmes der im linken Unterbauch lokalisiert ist. Weit seltener treten Divertikel in den \u00fcbrigen Abschnitten des Dickdarmes auf. Finden sich viele Divertikel nebeneinander spricht man von einer Divertikulose.<\/p>\n\n\n\n<p>Dickdarmdivertikel sind nicht angeboren, sondern treten mit zunehmendem Alter immer h\u00e4ufiger auf. W\u00e4hrend die Divertikulose unter dem 40. Lebensjahr selten ist, k\u00f6nnen bei etwa 30-50 % der \u00fcber 60-j\u00e4hrigen Patienten Divertikel nachgewiesen werden. Damit geh\u00f6rt die Divertikulose zu einer der h\u00e4ufigsten Zivilisationskrankheiten in der westlichen Welt<\/p>\n\n\n\n<p>Der genaue Entstehungsmechanismus der Erkrankung ist bis heute nicht gekl\u00e4rt. Als Ursache f\u00fcr die Bildung von Divertikeln wird eine faserarme und ballaststoffarme Kost, gesteigerte Dr\u00fccke im Darm (wie z.B. bei Verstopfung) und altersbedingte Darmwandver\u00e4nderungen angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00fcberwiegende Zahl aller Patienten mit einer Divertikulose, das hei\u00dft etwa 70 \u2013 80 %, haben keinerlei Beschwerden. Beim Auftreten von Beschwerden bzw. oder Komplikationen spricht man von einer sogenannten Divertikelkrankheit. Als Ursache dieser Beschwerden vermutet man in den meisten F\u00e4llen eine Entz\u00fcndung einzelner oder mehrerer Divertikel \u2013 dies nennt man dann \u201eDivertikulitis\u201c \u2013 z. B. durch Festsetzen harter Stuhlanteile in einem Divertikel. Etwa 10-20 % der Divertikulosepatienten entwickeln im Laufe ihres Lebens eine solche Entz\u00fcndung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Patienten mit einer Divertikulose und entsprechenden Beschwerden (Bauchkr\u00e4mpfe, Bl\u00e4hungen, Stuhlunregelm\u00e4\u00dfigkeiten, V\u00f6llegef\u00fchl etc.) empfiehlt sich die Umstellung auf eine ballaststoffreiche Kost, um eine Entz\u00fcndung zu vermeiden. Ballaststoffe sind Substanzen, die aufgrund ihrer F\u00e4higkeit, Wasser zu binden, aufquellen und im menschlichen K\u00f6rper nicht verdaubar sind. Neben Vollkornprodukten sind Gem\u00fcse, Kartoffeln, Salate, Fr\u00fcchte und Getreide als ballaststoffreiche Kost zu empfehlen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-72\">Feigwarzen (Condylome)<\/h2>\n\n\n\n<p>Feigwarzen (Condylome) sind in der Regel kleine, stecknadelkopfgro\u00dfe bis mehrere Zentimeter gro\u00dfe, gutartige Gewebswucherungen mit r\u00f6tlicher, graubr\u00e4unlicher oder wei\u00dflicher Farbe. Sie treten an den Geschlechtsteilen, am After und im Enddarm meistens in Vielzahl auf, neigen zur Beetbildung und k\u00f6nnen gelegentlich zu gro\u00dfen rosenkohl-\u00e4hnlichen Gebilden heranwachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Feigwarzen sind Folge einer Virusinfektion. Typische Symptome sind Juckreiz und Blutspuren am Toilettenpapier sowie ein allgemeines Fremdk\u00f6rpergef\u00fchl. Feigwarzen k\u00f6nnen durch Geschlechtsverkehr \u00fcbertragen werden, aber auch andere Infektionswege wie gemeinsames Baden, gemeinschaftliche Nutzung von Handt\u00fcchern oder Saunabesuch sind m\u00f6glich. Dringend erforderlich ist w\u00e4hrend der Behandlung eine Mituntersuchung des Partners sowie gesch\u00fctzter Geschlechtsverkehr (Kondom verwenden).<\/p>\n\n\n\n<p>In den meisten F\u00e4llen werden die Feigwarzen operativ (in Vollnarkose) entfernt. Vereinzelte Condylome k\u00f6nnen in Lokalan\u00e4sthesie abgetragen werden. Bei geringer Auspr\u00e4gung k\u00f6nnen auch Salben eingesetzt werden. H\u00e4ufig kommt es trotz vollst\u00e4ndiger Entfernung zur erneuten Ausbildung der Warzen. Nur durch regelm\u00e4\u00dfige Untersuchungen lassen sich Neubildungen rechtzeitig erkennen und behandeln.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-56\">H\u00e4morrhoiden<\/h2>\n\n\n\n<p>H\u00e4morrhoiden sind Gef\u00e4\u00dfpolster, die am \u00dcbergang zwischen Mastdarm und After unter der Schleimhaut gelegen sind. Alle Menschen haben H\u00e4morrhoiden, es handelt sich zun\u00e4chst um eine normale anatomische Struktur. Ihre Funktion ist die Feinabdichtung des Afters. Diese Abdichtung wird durch eine Anschwellung der Gef\u00e4\u00dfpolster erreicht. Kurz vor der Stuhlentleerung kommt es dann zum Abschwellen der Gef\u00e4\u00dfpolster, soda\u00df der Mastdarm entleert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4morrhoiden k\u00f6nnen sich vergr\u00f6\u00dfern und dadurch zu verschiedenen Beschwerden f\u00fchren. Die h\u00e4ufigsten Beschwerden sind Blutungen, Juckreiz, N\u00e4ssen, Brennen und st\u00e4ndiges Wundgef\u00fchl. H\u00e4ufig liegt auch ein Gef\u00fchl der unvollst\u00e4ndigen Entleerung sowie eine St\u00f6rung der Feinkontinenz vor (Stuhlschmieren, verschmutzte Unterw\u00e4sche).<\/p>\n\n\n\n<p>Erst bei diesen typischen Befunden spricht man von einem H\u00e4morrhoidalleiden, das in jedem Fall behandlungsbed\u00fcrftig ist. Dabei k\u00f6nnen die weit verbreiteten Salben oder Z\u00e4pfchen nur zu einer Linderung der Beschwerden f\u00fchren, die Ursache der Beschwerden kann jedoch mit diesen Pr\u00e4paraten nicht beseitigt werden. Abh\u00e4ngig vom Stadium des H\u00e4morrhoidalleidens werden die H\u00e4morrhoiden ver\u00f6det (Sklerosierung) oder mit Gummiringen abgebunden (Gummiringligatur). Erst wenn diese Therapie keinen Erfolg bringt und in weit vortgeschrittenen Stadien kann eine Operation notwendig sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Gummiringligatur wird das H\u00e4morrhoidalgewebe mit Hilfe eines Gummiringes abgebunden. Die Behandlung verursacht keine Schmerzen, eine Bet\u00e4ubung ist nicht n\u00f6tig. Zuerst wird ein Enddarmspiegelger\u00e4t (Proktoskop) wenige Zentimeter in den After eingef\u00fchrt. Dann wird mit einem speziellen Instrument ein kleiner Gummiring \u00fcber den Knoten geschoben. Er unterbindet die Blutzufuhr und verkleinert die H\u00e4morrhoide auf ein normales Ma\u00df. Der gesamte Vorgang dauert nur wenige Minuten. Das abgeschn\u00fcrte Gewebe stirbt ab und f\u00e4llt nach einigen Tagen mit dem Gummiring ab. Beides wird mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Aus der resultierenden Schleimhautwunde kann eine Absto\u00dfungsblutung entstehen, die jedoch in den meisten F\u00e4llen gering ist und von selbst zum Stehen kommt. Die Abheilung der Schleimhautwunde ben\u00f6tigt etwa 14 Tage. Je nach Auspr\u00e4gung des H\u00e4morrhoidalleidens k\u00f6nnen mehrere Sitzungen in Abst\u00e4nden von jeweils 4 Wochen notwendig sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-68\">Marisken<\/h2>\n\n\n\n<p>Es handelt sich hierbei um harmlose Hautfalten am Afterrand. Sie werden im Volksmund auch f\u00e4lschlicherweise als \u201e\u00e4u\u00dfere H\u00e4morrhoiden\u201c bezeichnet. Sie stellen allenfalls ein kosmetisches oder hygienisches Problem dar und verursachen nur selten Beschwerden. H\u00e4ufig angeschwollene Marisken sind ein Hinweis auf ein Haemorrhoidalleiden, das behandlungsbed\u00fcrftig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollten die Marisken aus \u201ehygienischen Gr\u00fcnden\u201c beim Reinigen st\u00f6ren, besteht die M\u00f6glichkeit diese mit einer lokalen Bet\u00e4ubung zu entfernen. Bei ausgepr\u00e4gten Marisken kann es auch notwendig sein, die Abtragung in einer kurzen Vollnarkose durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"post-66\">Stei\u00dfbeinfistel (Sinus pilonidalis)<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei einer Stei\u00dfbeinfistel bestehen teils fuchsbauartige G\u00e4nge (Fisteln) \u00fcber dem Stei\u00df- und Kreuzbein unter der Haut. H\u00e4ufig lassen sich die G\u00e4nge als kleine \u00d6ffnungen \u00fcber dem Stei\u00dfbein entlang der Poritze erkennen. Stei\u00dfbeinfisteln finden sich bevorzugt bei stark behaarten Jugendlichen und Personen, die viel sitzen (z.B. Autofahrer, Reiter). Sie werden wahrscheinlich dadurch verursacht, dass Haare durch die Haut nach innen wachsen. Infiziert sich der Hohlraum, kann dies zu wiederkehrenden schmerzhaften Abszessen und einem verzweigten Gangsystem f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Stei\u00dfbeinfisteln heilen in aller Regel nicht von selbst. Manche \u00f6ffnen sich nach au\u00dfen; die Beschwerden bessern sich dadurch aber meist nur vor\u00fcbergehend, stets bleibt eine Fistel. Diese f\u00fchrt zu immer wieder auftretenden Entz\u00fcndungen. Eine Heilung ist nur durch eine vollst\u00e4ndige operative Entfernung des gesamten Fistelgangsystems m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Um ein Wiederauftreten (Rezidiv) zu vermeiden, wird meistens eine offene Wundbehandlung durchgef\u00fchrt. Hierunter ist die Gefahr eines Rezidives am geringsten.<br>Die Operation einer Stei\u00dfbeinfistel geh\u00f6rt zu den \u00e4rztlichen Routineeingriffen. Komplikationen sind selten. Sehr selten sind st\u00e4rkere Nachblutungen in den ersten Tagen, die \u00e4rztlich behandelt werden m\u00fcssen. Die Heilungsaussichten nach der Operation sind im Allgemeinen gut, meist tritt schnell Beschwerdefreiheit ein. Die Abheilung der Wundh\u00f6hle kann jedoch mehrere Wochen dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Analabsze\u00df und Analfistel Ein Absze\u00df ist eine eingekapselte, eitrige Entz\u00fcndung. Meist beginnt sie in den Afterdr\u00fcsen des Analkanals und f\u00fchrt zu einer schmerzhaften Schwellung am Afterrand. Ein Absze\u00df mu\u00df umgehend operativ er\u00f6ffnet werden, damit der Eiter abflie\u00dfen kann. Zugsalben sowie Antibiotika als alleinige Therapie sind nicht ausreichend. Einem Analabsze\u00df liegt h\u00e4ufig eine Analfistel zugrunde. 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